AWO-Mitglieder auf Bildungsfahrt ins Mannheimer Capitol
Der Besuch des Musicals „Cabaret“ war unterhaltsam – hatte aber auch einen ernsten Hintergrund / Ilvesheimer Heinrich-Vetter-Stiftung fördert Bildungsprojekte für die Region
Auf Einladung der Ilvesheimer Heinrich-Vetter-Stiftung besuchten rund 20 Mitglieder des AWO-Ortsvereins Ladenburg eine Veranstaltung, die im Mannheimer Kulturzentrum Capitol aufzeigte, wie schnell demokratische Werte unter die Räder kommen können. Die Sprecherin der Stiftung, Antje Geiter, betonte im voll besetzten Capitol, darunter waren viele Schulklassen aus der Region, wie wichtig es gerade in den jetzigen unruhigen Zeiten ist, die Demokratie zu stärken. Es sei ein Privileg, in einer freien, offenen und bunten demokratischen Gesellschaft leben zu dürfen. Jeder trage ein Stück weit Verantwortung an der Stärkung der Demokratie, meinte Geiter, die alle Gäste aufforderte, einen demokratiestärkenden Beitrag zu leisten. „Rassistisches und antisemitisches Gedankengut darf keinen Platz haben“, sagte die Stiftungsmitarbeiterin, die In der Vetter-Stiftung Leiterin des Bereichs Ideelles und Soziales ist. Die Stiftung trete auch dafür ein, Bildungsprojekte zu fördern, sagte Geiter der RNZ. Dass sich die Bereiche Unterhaltung und Bildung vereinbaren lassen, zeigte die Aufführung des Musicals „Cabaret“, zu der die Vetter-Stiftung die Gäste einlud, um auch an der anschließenden Diskussion teilzunehmen.
Das Musical Cabaret spielt in Berlin der frühen 1930er Jahre, kurz vor der Machtübernahme der Nazis. Die Handlung dreht sich um den amerikanischen Schriftsteller Cliff Bradshow, der in Berlin lebt und im Kit-Kat-Klub die Sängerin Sally Bowles kennenlernt. Zwischen ihnen entsteht eine komplizierte Liebesgeschichte. Gleichzeitig zeigt der Klub mit seinen Tänzerinnen eine schillernde aber auch bedrückende Welt. Während die einen versuchen ihr Leben zu genießen, verändert sich für andere Menschen die politische Situation in Deutschland dramatisch. Der wachsende Einfluss der Nazis bedrohte und vernichtete letztendlich die Freiheit und Lebensfreude. Am Ende wird deutlich, dass die Zeit der unbeschwerten Unterhaltung vorbei ist und eine dunkle Zukunft beginnen sollte, die die Welt in eine Katastrophe stürzte.
„Diese Zeiten dürfen nie wieder kommen“, meinte nach der Aufführung das AWO-Mitglied und SPD-Altstadtrat Jürgen Müller. Der 1938 geborene Zeitzeuge aus Ladenburg ist ein gutes Beispiel, wie Menschen Verantwortung übernehmen können und wie andere von den Erfahrungen von Zeitzeugen profitieren können. Müller und die Zeitzeugen Hermann Gärtner und Paul Wolf saßen jüngst auf dem Podium im Domhof um über ihre Nachkriegserfahrungen zu berichten.
Die Stiftungs-Managerin Antje Geiter durfte die Gäste aus Ladenburg übrigens nicht nur in ihrer Funktion als „Stiftungs-Gastgeberin“ begrüßen. Geiter ist auch Vorsitzende des AWO-Ortsvereins, die mit ihrem Engagement aufzeigt, dass auch Vereinsarbeit dazu beiträgt die demokratischen Werte in der Gesellschaft zu stärken. Begrüßt wurden die Gäste auch von der Capitol-Mitarbeiterin Kerstin Riehle, die mit ihrem Bruder Thorsten in Ladenburg aufgewachsen ist. Thorsten Riehle, der frühere Geschäftsführer des Capitols, wurde im März 2024 zum Bürgermeister das Stadt Mannheim gewählt, wo er für die Bereiche Wirtschaft, Arbeit, Soziales und Kultur zuständig ist. 06.03.2025
Stu / Fotos: Sturm
d.


Besondere Ehrungen beim Antoniustag & Neujahrsempfang in Ladenburg
Besondere Ehrungen beim Antoniustag & Neujahrsempfang in Ladenburg
Ein festlicher Anlass mit besonderem Moment: Beim heutigen Antoniustag und Neujahrsempfang in Ladenburg wurden drei verdiente AWO-Mitglieder von Bürgermeister Stefan Schmutz für ihr herausragendes Engagement ausgezeichnet.
Monika Zießler und Wiebke Ulrich erhielten die Ehrung für ihre langjährige und engagierte Unterstützung der AWO Ladenburg. Ob Kaffeenachmittage, Spielenachmittage oder andere Begegnungsangebote – die beiden sind immer mit vollem Einsatz und großem Herzen dabei und bereichern das Miteinander in unserer Gemeinde.
Auch AWO Mitglied Ingrid Müller wurde für ihr wertvolles Engagement beim Mittagstisch geehrt, wo sie mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag für die Gemeinschaft leistet.
Wir sagen von Herzen: Herzlichen Glückwunsch und Danke für euren unermüdlichen Einsatz!
Solches Engagement macht Ladenburg zu dem, was es ist – eine Gemeinde, in der Zusammenhalt gelebt wird.


Neujahrsempfang 2026 in der Löwenscheuer
musikalisch begleitet von den Rheinauer Seebären
Der Neujahrsempfang des AWO-Ortsvereins Ladenburg in der Löwenscheuer war eine Premiere mit besonderem Klang und großer Symbolkraft. Ein so stimmgewaltiges Geburtstagsständchen dürfte Bürgermeister Stefan Schmutz an seinem 48. Geburtstag wohl noch nie erlebt haben. Die Rheinauer Seebären, bekannt aus Funk und Fernsehen, gestalteten das musikalische Programm und ließen es sich nicht nehmen, für den Geburtstagsgast „Happy Birthday“ anzustimmen. Anschließend nahmen sie die rund 40 Gäste mit auf eine musikalische Seereise, die für begeisterte Stimmung sorgte.
Die Vorsitzende Antje Geiter zeigte sich sehr zufrieden mit der Resonanz der Veranstaltung. Bereits bei ihrem Amtsantritt im vergangenen Herbst hatte sie angekündigt, neue Wege zu gehen und den Ortsverein breiter aufzustellen. Als Netzwerkerin erkannte sie früh, dass die Zukunft der AWO in Kooperationen liegt – und der Neujahrsempfang bestätigte diese Einschätzung eindrucksvoll.
Unter den Gästen befanden sich Vertreterinnen und Vertreter der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden, darunter Karin Adler, Pfarrer David Reichert und Gemeindediakonin Bärbel Fichtner, ebenso wie Heike Steffens und Christa Weber vom Pflegeheim am Waldpark. Auch das AWO-Haus Mirabelle war vertreten durch Silke Oertelt, Marianne Fath und Gaby Nagel. Antje Geiter kündigte an, den Kontakt zur Einrichtung künftig wieder intensiver zu pflegen, was dort sehr begrüßt wurde.
„Wir schaffen das“, zeigte sich die Vorsitzende zuversichtlich und verwies auf das neue, abwechslungsreiche AWO-Programm 2026, das sie gemeinsam mit ihrem Stellvertreter Bernd Garbaczok und der Vorstandschaft erarbeitet hat. Sie rief die Mitglieder zur aktiven Teilnahme auf: Eine Gemeinschaft lebe vom Mitmachen, vom Dabeisein und vom gemeinsamen Erleben. Je mehr sich beteiligten, desto lebendiger werde der Ortsverein. Gleichzeitig dankte sie ihrem Vorstandsteam für die engagierte und verlässliche Zusammenarbeit.
Die Grüße des Kreisverbandes überbrachte der Kreisvorsitzende Gerhard Kleinböck. In seiner Ansprache erinnerte er an die starken Frauen, die die AWO seit ihrer Gründung geprägt haben. Gegründet wurde die Arbeiterwohlfahrt 1919 von der SPD-Reichstagsabgeordneten und Frauenrechtlerin Marie Juchacz. Heute gibt es deutschlandweit rund 18.000 AWO-Einrichtungen, die sich um hilfsbedürftige und kranke Menschen kümmern. Auch in Ladenburg setze die AWO wichtige Zeichen: Das AWO-Haus Mirabelle werde von starken Frauen geführt, der Ortsverein sei über 40 Jahre von Liesl Voermann geprägt worden, und mit Antje Geiter stehe nun die nächste starke Frau bereit, um die AWO in die Zukunft zu führen. Kleinböck zeigte sich stolz über die positive Entwicklung des lange Zeit als „totgeglaubt“ bezeichneten Ortsvereins in nur wenigen Monaten.
Passend zur maritimen Stimmung stimmte auch der Kreisvorsitzende in die Seemannslieder der Rheinauer Seebären ein, die sogar ein Lied eigens der Vorsitzenden widmeten.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Neujahrsempfangs soll künftig die Ehrung langjähriger Mitglieder sein. In diesem Jahr konnten Antje Geiter und Bernd Garbaczok 40 Mitglieder auszeichnen, die zusammen auf beeindruckende 1.100 Mitgliedsjahre kommen. Die hohe Zahl ergab sich auch daraus, dass im vergangenen Jahr keine Ehrungen stattgefunden hatten. Dafür entschuldigte sich die Vorsitzende. Besonders bewegend war ihr Hinweis auf Anna Schnittspahn, die für ihre 55-jährige Mitgliedschaft hätte geehrt werden sollen, aber am Vormittag des Empfangs beigesetzt worden war. Mit ihren Worten wollte Geiter der stadtbekannten Ladenburgerin bewusst noch einmal gedenken.
Beim Blick in die Mitgliederliste wurde zugleich deutlich, dass jüngere Menschen bisher kaum vertreten sind. „Wir müssen deutlich machen, dass die AWO auch für junge Menschen attraktiv ist“, nannte Antje Geiter ein weiteres wichtiges Ziel für die Zukunft des Ortsvereins.Text: A.Sturm



Mitgliederehrungen
Folgende Mitglieder wurden für die Jahre 2024 und 2025 geehrt:
- Für 50 Jahre: Ingrid Müller, Jürgen Müller, Elfriede Strubel und Bernhard Bader.
- Für 45 Jahre: Bernd Schuhmacher und Liesl Voermann.
- Für 40 Jahre: Roswitha Beck, Hermann Gärtner, Herbert Rittlinger, Joachim Loose und Jan Voermann.
- Für 35 Jahre: Eckhard Weißenberger.
- Für 30 Jahre: Rita Strathausen, Kurt W. Zepf und Erika Bruny.
- Für 25 Jahre: Ilse Schummer, Bruno Haas, Doris Trill, Markus Schuh-macher, Sybille. Prüfer-Haas, Hermann Schmölzer, Alexandra Fischer und Bernd Ehms.
- Für 20 Jahre: Thiemo Rühling, Elke Gabriel, Christiane Ernst, Renate Henseler-Sohn, Thomas Henseler, Tobias Henseler, Sophie Henseler und Matthias Scholz.
- Für 10 Jahre: Erna Autrum, Monika Zießler, Yannik Mayer, Mario Ma-yer, Lilly Mayer, Kathrin Große-Haschler und Dorothee Guth.

Weihnachtsfeier im Dezember 2025
Der neue Schwung im AWO-Ortsverein Ladenburg unter der neuen Vorsitzenden Antje Geiter zeigte sich deutlich bei der festlichen Jahresabschlussfeier in der Löwenscheuer. „So stilvoll wie heute war es schon lange nicht mehr“, lobte das langjährige Mitglied Hermann Gärtner. Als ausgebildete Chorleiterin bewies Geiter zudem ein gutes Gespür für das Programm.
Besonders begeisterte der Kinderchor der Kita Römernest unter der Leitung von Martina Jacquemin, der mit „In der Weihnachtsbäckerei“ für strahlende Gesichter sorgte. In ihrer Ansprache erinnerte Geiter an die Werte der Arbeiterwohlfahrt seit ihrer Gründung 1919: Solidarität, Gemeinschaft und Unterstützung für Menschen in allen Lebenslagen. Heute stehen vor allem Themen wie Vereinsamung im Alter und Hilfe für Schwächere im Mittelpunkt.
Gemeinsam mit ihrem Stellvertreter Bernd Garbaczok warb Geiter für die zahlreichen Angebote im Jahr 2026, darunter Café-Nachmittage, Ausflüge und Veranstaltungen. Rund 40 Mitglieder waren der Einladung gefolgt. Eine Weihnachtsgeschichte, vorgetragen von Altbürgermeister Rainer Ziegler, unterstrich die Bedeutung von Teilen und füreinander da zu sein.
Im Rahmen der Feier wurden engagierte Mitglieder geehrt: Bärbel Sinn für ihre langjährige Vorstandsarbeit, Friedemann Haschler für über 20 Jahre Organisation der Skatrunden sowie Ingrid Tischler für ihr ehrenamtliches Engagement bei „Top im Kopp“.
Die Grüße des Kreisverbands Rhein-Neckar überbrachte der Kreisvorsitzende Gerhard Kleinböck – samt selbstgebackener Weihnachtsplätzchen. Text A. Sturm

